Maria von Welser

Vierter Tag
26.02.2016,

Nach dem die BILD-Zeitung von der "Insel der Toten" schreibt, will Ich auf dem Friedhof von Mitilini einmal sehen, wieviele Flüchtlinge dort …

Dritter Tag
25.02.2016, Lesbos

Punkt 6 Uhr: raus, duschen und die SZ auf das iPad laden. Damit ich vor der Abfahrt noch alle Neuigkeiten vor allem zur Asylpolitik und zu den …

Zweiter Tag
24.02.2016, Lesbos

Pikpa heißt ein kleineres Auffanglager für Flüchtlinge, die mit den kleinen, schwarzen Gummibooten aus der Türkei hier auf der Insel landen. 60 …

Kein Schutz - nirgends: Frauen und Kinder auf der Flucht

Dem sicheren Hafen so fern


Mehr als 50 % aller Flüchtlinge weltweit sindFrauen – weshalb werden dann 70 % der Asylanträge in Deutschland von Männern gestellt? Maria von Welser reist in die Krisenregionen dieser Welt und recherchiert vor Ort, warum die meisten Frauen buchstäblich auf der Strecke bleiben. Viele Frauen in den Flüchtlingslagern können nicht mehr weiter, aber auch nicht zurück. Weil sie sonst verhungern, vergewaltigt oder ermordet werden. Und wenn sie es doch übers Meer oder auf dem Landweg schaffen, sind sie schwerst traumatisiert – und oft schwanger. Denn Schleuser verlangen als Bezahlung häufig mehr als Geld. Doch auch in europäischen Auffanglagern und Flüchtlingsheimen ist die Lage nicht unbedingt besser: Auch hier kommt es zu sexuellen Übergriffen, und die Frauen wagen nicht, sich zu wehren. Sie haben Angst, abgeschoben zu werden. Ein eindringliches Buch über das verborgene Leid vor den Türen Europas und unser aller Augen.

Paperback, Klappenbroschur
304 Seiten, 13,5 x 20,6 cm mit Bildteil
ISBN: 978-3-453-28080-9
€ 17,99 [D]  | € 18,50 [A]  |  CHF 24,50*   (* empf. VK-Preis)  

Ludwig Verlag

Aktuelle Rezensionen

Huffington Post am 20.6.2016
Münchner Wochenanzeiger am 04.07.2016
Bayrischer Rundfunk am 30.06.2016
Hamburger Abendblatt am 12.07.2016
rfo - nah statt fernsehen am 14.07.2016
Terre des Femes
SZ Lokalausgabe Germering am 26.07.2016

Radiosendung hier zum Hören: Schutz und Unterstützung: In München wurde die erste Frauen-Flüchtlingsunterkunft Bayerns offiziell eröffnet - 03.07.2016: MP3 auf: http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/b5aktuell/mp3-download-podcast-interkulturelles-magazin.shtml

Wo Frauen nichts wert sind
Vom weltweiten Terror gegen Mädchen und Frauen

Drei Länder, drei Beispiele für das Schicksal von Frauen:

Nirbaya, eine junge Inderin, wird in einem Bus von mehreren Männern aufs Brutalste vergewaltigt und stirbt schließlich an ihren schweren inneren Verletzungen. Daraufhin ging ein Aufschrei durch die größte Demokratie der Erde: Wie konnte so etwas nur geschehen? Doch Nirbayas Fall ist keine Ausnahme. Jeden Tag kommt es in Indien zu schwersten körperlichen Angriffen gegen Frauen. Warum? Weil Frauen dort nichts wert sind.

Szenenwechsel. In Afghanistan gehören Frauen den Männern. Erst dem Vater, dann dem Ehemann oder Bruder. Ihnen sind sie gänzlich ausgeliefert. Frauenrechte? In Afghanistan ein Fremdwort.

Tatort Ost-Kongo. Wo Vergewaltigung als Kriegswaffe eingesetzt wird. Wo marodierende Rebellengruppen systematisch Frauen und Mädchen missbrauchen und als Sexsklavinnen halten. Einen Rechtsstaat gibt es nicht. Die Frauen bleiben sich selbst überlassen, an Körper und Seele zerstört.

Maria von Welser hat vor Ort recherchiert und zeigt die Zusammenhänge auf: Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht als kulturelle oder religiöse Folklore entschuldigen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jeder individuelle Fall ist Teil eines Ganzen. Einer systematischen Unterdrückung, eines Vernichtungsfeldzuges: Teil des weltweiten Krieges gegen Frauen.

320 Seiten, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
€ 19,99 [D] / € 20,60 [A] / CHF 28,50
Ludwig Verlag, ISBN 978-3-453-28060-1
Erscheinungstermin: 29. September 2014

Aktuelle Rezensionen

EMMA 2/2015:
Frauen: Wo sie nichts wert sind
Es ist nahezu unerträglich, was Maria von Welser von ihren Reisen in die Länder beschreibt, die laut UN die gefährlichsten für Frauen sind: Afghanistan, Indien, Kongo. Was ihr Buch dennoch aushaltbar und lesenswert macht, ist, dass die Ex-„Mona Lisa“-Macherin immer auch von denen berichtet, die aufbegehren und gegen die Geschlechter-Apartheid kämpfen: Afghaninnen, die zur ersten Frauen-Demo des Landes aufrufen; ein indischer Feminist, der das Gesetz gegen die Witwenverbrennung erkämpfte; die ÄrztInnen in Bukavu, die in ihrer Klinik die Kriegsvergewaltigten Frauen versorgen.


Südwestpresse vom 19.11.2014:
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/POLITISCHES-Buch-Warum-sehen-wir-weg;art4306,2906340


Huffington Post:
http://www.huffingtonpost.de/maria-von-welser/wo-frauen-nichts-wert-sind-geburten-in-afghanistan_b_6176054.html?utm_hp_ref=politik


Netzwerk Gleichberechtigung und Vernetzung:

Wo Frauen nichts wert sind
Maria von Welser ist in Länder gereist, in denen ein Frauenleben nicht viel Wert ist. Sie war in Indien, in Afghanistan und im Kongo. Sie hat mit Frauen und Mädchen gesprochen, die Krieg und Gewalt erlebt haben. Sie hat die Geschichten, die sie vor Ort erfahren hat in einem Buch zusam-mengestellt. Dabei soll es aber nicht nur um das Leid der Frauen gehen, es soll auch um Mut und Hoffnung gehen. Von neuer Sicherheit und Zu-kunft. Die individuellen Geschichten sollen auch zeigen, dass sich Frauen gegen die Gewalt wehren. Lesenswert!


NDR Info 19. November 2014, 10.40 Uhr und 14.20 Uhr:
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